Rechenlieschens und Zählemanns
Abenteuer im Zahlenwald
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Unser Märchen:
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Die wahre Geschichte:
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Es waren einmal ein kluger Jüngling und ein
wunderschönes Mädchen. Der Jüngling wurde von
allen Zählemann gerufen und das Mädchen
Rechenlieschen. Sie lebten im Zahlenwald, denn sie gingen beide
bei den mächtigen Zahlenzauberern in die Lehre.
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Die Zahlenzauberer sind ihre Professoren.
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Der Zahlenwald gehörte zum großen Reich des
Zahlenkönigs Numerex. Der war ein mächtiger Mann. Er
herrschte über viele tausend Morgen Land und über all
die mächtigen Zahlenzauberer, die sich in seinen Dienst
gestellt hatten.
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"Numerex" fungiert hier als übergeordnete
Instanz, sozusagen als "Gott der Mathematik".
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Die mächtigen Zahlenzauberer lebten in prächtigen
Schlössern. Die waren über den ganzen Zahlenwald
verteilt. Zweimal jedes Jahr wählte der große
Zahlenkönig aus den vielen Menschen in der Welt seine
Zahlenlehrlinge aus. Die schickte er zu den mächtigen
Zahlenzauberern in die Lehre.
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Zweimal im Jahr, zum Sommer- und zum Wintersemester kommen
neue Studentinnen und Studenten an die Uni.
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Jeder Lehrling mußte den großen, oft finsteren,
Zahlenwald durchqueren und dort verschiedene Prüfungen
ablegen. Bei ihren Wanderungen mußten die Zahlenlehrlinge
die Schlösser besuchen, in denen die mächtigen
Zahlenzauberer lebten. Die mächtigen Zahlenzauberer
weihten die Zahlenlehrlinge dann in die Geheimnisse ihrer
Schlösser und ihrer rätselhaften Umgebung ein.
Für die Weiterwanderung in dem Zahlenwald erfanden sie
stets neue Aufgaben, die die Zahlenlehrlinge lösen
mußten.
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Die Studierenden müssen verschiedene Kurse belegen.
Die Schlösser der Zahlenzauberer stehen jeweils für ein Fachgebiet,
die Prüfungen für die "Scheine" (Testat, erfolgreich bestandener Kurs).
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Die mächtigen Zahlenzauberer wußten, daß
ihre Lehrlinge sich auf ihren Wanderungen zu viel Zeit
ließen und unnötige Pausen einlegten. Das war nicht
gut, denn der große Zahlenkönig Numerex brauchte
schnell neue Zahlenzauberer, um seine Macht auszuweiten. Es gab
aber auch Lehrlinge, die versuchten, einige Schlösser zu
umgehen und Zeit zu sparen, um schneller ein Zahlenzauberer zu
werden. Doch auch das war nicht gut, denn solchen Zauberern
fehlte es oft an Wissen, um die Macht des großen
Königs Numerex zu stärken.
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Hier wird auf typische studentische Verhaltensweisen
angespielt. Manche studieren ewig und werden nicht fertig,
andere sehen zu, dass sie fertig werden und studieren nicht
gründlich.
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Zählemann aber war ein guter und fleißiger
Lehrling und machte weder Pausen noch nahm er Abkürzungen.
Und weil er dazu auch noch gelehrig war, geschah es, daß
die mächtigen Zahlenzauberer ihn recht bald damit
betrauten, ihnen bei der Lehre der anderen Zauberlehrlinge zur
Hand zu gehen.
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Robert war Tutor an der Uni.
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Rechenlieschen war in den Zahlenwald gekommen, weil sie die
Weisheiten der mächtigen Zahlenzauberer im ganzen Lande in
die Städte und Dörfer tragen wollte. Auch wollte sie
dem großen König Numerex helfen, immer wieder neue
Zahlenlehrlinge in den Zahlenwald zu locken.
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Elke wollte Mathematik-Lehrerin werden.
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Zuvor aber mußte Rechenlieschen selbst den Zahlenwald
durchdringen und sich von den mächtigen Zahlenzauberern
unterrichten lassen. So kam es zu der glücklichen
Fügung des Schicksals, daß ausgerechnet
Zählemann von einem der mächtigen Zahlenzauberer den
Auftrag bekam, Rechenlieschen einige kleinere
Zaubersprüche beizubringen.
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Robert war Elkes Tutor.
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Rechenlieschen war ein gelehriges und fleißiges
Mädchen. Sie löste alle Aufgaben sehr
sorgfältig. Das gefiel den mächtigen Zahlenzauberern
und das gefiel auch Zählemann, wenngleich Zählemann
feststellte, daß Rechenlieschen für die Lösung
der Aufgaben oft sehr viel von dem damals noch sehr kostbaren
Papier verschwendete.
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Elke löste ihre Übungsaufgaben sehr
ausführlich und exakt und verbrauchte damit
viel mehr Papier als ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen. Das
fiel Robert auf und beeindruckte ihn.
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Weil Rechenlieschen so gelehrig und fleißig war, baten
die mächtigen Zahlenzauberer bald auch sie, ihnen bei der
Lehre und Betreuung der weniger gescheiten Zahlenlehrlinge zu
helfen. Und so begab es sich, daß Rechenlieschen und
Zählemann eines Tages bei dem selben mächtigen
Zahlenzauberer in den Dienst traten.
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Auch Elke wurde Tutorin und bald Kollegin von Robert. Sie
arbeiteten für den gleichen Professor.
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Zählemann und Rechenlieschen zeigten den jüngeren
Zauberlehrlingen das schwer
durchdrinbare Dickicht am Schlosse ihres Herren. Sie weihten
die Zahlenlehrlinge in schwierige Geheimnisse ein.
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Dabei nahmen
sie die Aufgaben, die der mächtige Zahlenzauberer ihnen
stellte, sehr ernst.
Oft trafen sie sich ohne ihre Zöglinge und
beratschlagten gemeinsam, wie das eine oder das andere
Geheimnis am besten zu erklären sei. Und da sie sehr
gründlich waren, dauerten diese Treffen sehr lange. Und je
länger sie zusammen arbeiteten, desto länger
brauchten sie für ihre Vorbereitungen. Bald schon dehnten
sie sie so sehr aus, daß sie zwischendurch ihr Mahl
miteinander teilen mußten.
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Sie gingen regelmäßig zusammen in die Mensa.
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